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{Rezension} Nina MacKay – Teenie Voodoo Queen

 – Beitrag enthält PR-Sample –

Die 17-jährige Dawn Decent ist wohl die tollpatschigste Hexe in ganz New Orleans. So ziemlich jeder Zauber von ihr endet in irgendeiner Weise mit Zuckerrüben oder Fröschen. Von ihren Mitschülern deshalb verspottet, handelt sie sich so leider den Platz der Außenseiterin ein. Trotzdem wird aber ausgerechnet Dawn auserwählt, um die Stadt vor einer Naturkatastrophe, hervorgerufen durch dunkle Voodoomächte, zu retten. Ob das gut gehen kann? In dieser Rezension möchte ich euch zumindest sagen, wie ich persönlich der Roman „Teenie Voodoo Queen“ von Nina MacKay finde.

Liebe Pubertät, wirklich, ich habe sehr über deine Scherze gelacht…“ – Dawn Decent

Der Roman „Teenie Voodoo Queen“ ist das allererste Buch, welches ich von Nina MacKay gelesen habe. Weder über ihr vorheriges Buch „Plötzlich Banchee“, noch über sie selbst habe ich vorher etwas gelesen oder gehört. Ich war also völlig unvoreingenommen und das war gut so, denn dadurch habe ich mir bereits im Vorfeld vorgenommen „Teenie Voodoo Queen“ auf jeden Fall bis zum Schluss zu lesen. Gerade am Anfang war das gar nicht so einfach für mich. Zwar habe ich mich schnell mit dem Schreibstil von Nina MacKay anfreunden können, fand aber die Mobbing-Geschichte für den Beginn eher abstoßend. Es gab Momente, da habe selbst ich gehofft, dass diese Pubertät schnell vorbei zieht. Vielleicht war ich an diesen Stellen aber einfach schon zu alt für das Buch. Sicherlich ist es gut, dass so etwas wie Mobbing in einem Buch angesprochen wird und bestimmt gibt es auch Teenager, die sich mit dieser Story identifizieren können. Für mich als erwachsene Frau war es aber zu too much. Das hat mir den Einstieg in den Roman „Teenie Voodoo Queen“ sehr erschwert.

Eine bisher unbekannte Person

Die anfänglichen Schwierigkeiten, die ich mit dem Roman „Teenie Voodoo Queen“ hatte, verschwanden erst als eine bisher unbekannte Person manchmal ihre Sicht der Dinge schilderte. Zwar hatte ich ziemlich schnell eine Vermutung, um wen es sich dabei handelt. Das warf aber gleichzeitig so viele Fragen auf, dass ich angefangen habe, mit zu rätseln. Ich habe regelrecht gespürt, dass mehr hinter dem Ganzen stecken muss. Da ich aber nicht wirklich erahnen konnte, was, trieb mich letztlich doch die Neugierde an, „Teenie Voodoo Queen“ fertig zu lesen. Zurückblickend hätte man es sich vielleicht zusammenreimen können. Für mich kam das Ende jedoch völlig überraschend. In keinster Weise habe ich mit einem solchen Schluss gerechnet. Genau aus diesem Grund würde ich den Roman „Teenie Voodoo Queen“ von Nina MacKay weiterempfehlen, welcher übrigens im ivi – einem jungen Label im Piper Verlag – erschienen ist. Bevor ich das Ende kannte, dachte ich bloß, dass es eine nette Geschichte für Zwischendurch ist. Das, was auf den letzten Seiten passiert, ist aber so gut, dass es dieses Buch schon wieder lesenswert macht.

„Den ironischen Unterton in meiner Stimme konnte ich mir nicht verkneifen.“ – Zitat aus Teenie Voodoo Queen

Dazu beigetragen hat allerdings auch die herrliche Ironie, die vor allem Dawn und Jax an den Tag legten. Wenn gleich sich die beiden Charaktere an manchen Stellen für meinen Geschmack etwas zu kindisch benahmen, hat das die Geschichte doch hin und wieder aufgelockert und einfach erfrischt. Zumindest sind daraus ein paar Dialoge entstanden, die mich wirklich schmunzeln ließen. Über Lin konnte ich hingehen bloß mit dem Kopf schütteln. In meinen Augen hat man hier versucht krampfhaft eine Dreiecksbeziehung herbeizuführen, die einfach überflüssig war. Hätte man Lin vom Anfang bis zum Schluss die Rolle des besten Freundes zugedacht,  wäre das meiner Meinung nach wesentlich sympathischer gewesen. Glücklicherweise hat Lin aber gerade noch rechtzeitig die Reißleine gezogen. Sonst wäre der Roman „Teenie Voodoo Queen“ von Nina MacKay sicherlich nicht so würdig und teilweise sogar ganz schön emotional zu Ende gegangen.

Kennt ihr den Roman
„Teenie Voodoo Queen“ von Nina MacKay?

14 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Miriam sagt:

    Ich kannte das Buch nicht, finde es aber spannend, wie die Autorin versucht verschiedene Themen zu kombinieren, auch wenn du das mit dem Mobbing an der Stelle nicht so gelungen fandest. Ich mag generell ja auch Bücher, die Gefühle auslösen – und sei es, dass ich hoffe, dass die Pubertät schnell vorbei ist 🙂

  2. Jana sagt:

    Das wäre vermutlich eine Geschichte für meine Teenietochter, auch wenn wir es mit Hexen und Magie nicht so haben. Schön, dass du dran geblieben bist und das Buch am Ende doch lesenswert war!

    Liebe Grüße
    Jana

  3. David Schmid sagt:

    Bevor ich deine Rezension sah, hätte ich wahrscheinlich kein Buch gelesen, das für Teenager geschrieben ist; ich hätte gedacht, dafür bin ich zu alt. Dein gut geschriebener Bericht hat meine Meinung aber geändert. Ich habe gemerkt, dass es „Jugendbücher“ gibt, die auch für uns Erwachsene interessant sind. Gratulation zu deinem spannend geschriebenen Beitrag!

  4. Mo sagt:

    Liebe Saskia,

    von Nina MacKay habe ich bisher noch nichts gelesen. Klar, vom Titel her sagen mir die Bücher etwas, aber das war es dann leider auch schon.
    Bücher die zu überraschen wissen, lese ich auch gerne. Vielleicht sollte ich das Buch wirklich mal zur Hand nehmen. Ich habe es mir mal notiert, denn deine Review hat mich neugierig gemacht.

    Liebe Grüße,
    Mo

  5. Hallo Saskia,
    ich komme sehr wenig zum lesen, da wir in unserer Freizeit meist Brettspiele spielen. Dennoch finde ich das Buch nach deiner gelungenen Vorstellung sehr spannend. Nicht für mich selbst, aber ich könnte mir das gut für meine 15 jährige Nichte vorstellen. Die steht total auf Hexen.
    Verspielte Grüßle,
    Simone

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