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Mein Leben mit Handicap – Wie alles begann…

Hallo ihr Lieben! =)

Täglich erreicht mich mindestens einmal die Frage, warum ich im Rollstuhl sitze oder wie das Leben als Rollstuhlfahrerin denn so ist. Wenn ich dann darauf antworte, dass ich eine Tetraspastik habe, aber damit trotzdem versuche ein einigermaßen normales Leben zuführen, können sich nur die Wenigsten wirklich etwas darunter vorstellen… Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen eine neue Serie auf meinem Blog zu starten, die den Namen tragen wird: Mein Leben mit Handicap – In dieser Serie werde ich euch etwas an meinem Leben teilhaben lassen und damit fange ich gleich an 🙂

Auf Grund eines Sauerstoffmangels bei meiner Geburt, habe ich eine Tetraspastik bekommen… Eine Tetraspastik, das ist in meinem Fall eine Eigenanspannung der Arme und Beine, die öfters einfach einschießt und die ich nur bedingt etwas kontrollieren kann – Ich sage immer meine Spastik ist wie eine Laune mal besser und mal schlechter.
Aus dem Krankenhaus wurde ich allerdings als kerngesund entlassen, weshalb es erst etwas später festgestellt wurde und auf dem Weg zur endgültigen Diagnose bekamen meine Eltern auch allerhand anderer Begründung zu hören, warum ich eben körperlich beeinträchtigt war. Eine davon kam von einer Gutachterin, die mir als kleiner Stöpsel ein Feuerzeug unter die Nase hielt, welches ich auspusten sollte und weil ich mich vor dem Feuer erschreckte und los schrie (sehr laut), stempelte sie mich gleich mal als Geistigbehindert und sonst einfach nur faul ein… Daraufhin lernte die gute Dame dann erst einmal meinen Opa richtig kennen 🙂
Bis zur endgültigen Diagnose war es also ein steiniger Weg und ich bin stolz auf meine Eltern, dass sie das so gemeistert haben. Immer wieder wurde ihnen Hoffnung gemacht, dass ich es irgendwann doch noch mal auf die Beine schaffen könnte, die dann beim nächsten Mal aber wieder zunichte gemacht wurde – Ein Arzt meinte mal zu mir, dass ich eine Mogelpackung sei, weil man mir auf den ersten Blick gar nicht ansehen würde, wie ausgeprägt die Tetraspastik bei mir tatsächlich ist. Aber das habe ich auch nur meinen Eltern zu verdanken, denn sie schleppten mich von der Krankengymnastik bis hin zu Reittherapie… Natürlich fand ich das als Kind und auch als Teenager nicht ganz toll. Aber heute bin ich wirklich froh und dankbar dafür, dass sie das so durchgezogen haben, denn wenn sie das nicht so gemacht hätten, wäre meine Spastik jetzt viel schlimmer… Jeden Tag muss ich also meinen ganz eigenen Sport machen, damit ich auch auf dem Stand bleibe, wo ich heute bin und das ist wahrlich nicht immer einfach 🙂

Ganz viele liebe Grüße, eure Saskia-Katharina

15 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Sehr interessant. Und wie ausgeprägt ist die Tetraspastik bei deinen Händen wenn ich fragen darf?

    Also die Gutachterin hat ja einen mega Knacks. Wenn man mir heute ein Feuerzeug vors Gesicht hält, zucke ich aus. Erstens ist das super gefährlich und zweitens stinkt das ja auch. Die hat bestimmt ncoh nie ein Kind gesehen, denn dann wüsste sie, dass dies eine normale Abwehrreaktion ist!

    Liebste Grüße und ein frohes neues Jahr
    Svetlana von Lavender Star

  2. Wow, das ist ja wirklich bewunderswert wie scheinbar leicht du mit der Situation umgehst. Ich finde es toll, dass du deinen Blog gleichzeitig dazu nutzt die Leute aufzuklaeren und zu erzaehlen was genau los ist. Respekt, sehr toll! Alles in allem gefaellt mir dein Blog sehr. Das Design und der Header sind super. Weiter so 🙂

    Liebst,

    Eliziana

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