Das Jahr neigt sich langsam dem Ende und je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass sich die vergangenen Wochen und Monate gar nicht in Worte fassen lassen. Für mich hatte es keinen roten Faden, an dem ich mich jetzt orientieren kann. Es war auch kein Jahr der großen Erfolge und lauten Entscheidungen, sondern steckte voll mit kleinen Momenten, die mir gezeigt haben, wie müde Stärke machen kann und wie anstrengend es ist, ständig Verständnis aufbringen zu müssen. Vielleicht war es aber genau diese Unruhe, die mich gezwungen hat, genauer hinzusehen – nicht auf das, was laut war, sondern auf das, was dadurch innerlich in Bewegung gekommen ist.
Kein roter Faden, keine großen Erfolge – aber viele leise Erkenntnisse
Sicherlich ist dabei auch etwas brüchig geworden. Kein lautes Zerbrechen, eher feine Risse an Stellen, die ich lange für selbstverständlich gehalten habe. Und je mehr ich hinschaue, desto deutlicher spüre ich, dass hinter all diesen Rissen etwas Wichtiges sichtbar wird: meine Grenzen – Grenzen, die über Jahre still gewachsen sind, oft unbemerkt, übersehen oder zugunsten anderer zurückgestellt. Dieses Jahr hat sie spürbar werden lassen – durch Momente, in denen Worte verdreht, Situationen manipuliert oder Fakten auf eine Weise dargestellt wurden, die mich unter Druck gesetzt und verunsichert haben. Und jeder einzelne diese Risse zeigen mir heute deutlich, wie notwendig es ist, meine eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren. Nur so habe ich erkannt, wo ich aufhören muss, um mich selbst nicht zu verlieren; Stärke liegt dabei nicht nur darin, alles auszuhalten, sondern darin, sich selbst zu spüren, sich zu achten und die eigenen Möglichkeiten wahrzunehmen.
Feine Risse, verdrehte Worte und die Erkenntnis meiner eigenen Grenzen
Lange habe ich geglaubt, Stärke bedeute, durchzuhalten. Leise zu bleiben, einfach weitermachen und Verständnis zu zeigen – auch dann noch, wenn es innerlich längst laut wurde. Dieses Jahr hat mir deutlich vor Augen geführt, wie ermüdend genau diese Art von Stärke sein kann. Wie schnell man sich selbst verliert, wenn man immer nur funktioniert, Erwartungen erfüllt und versucht, Dinge zusammenzuhalten, die vielleicht gar nicht mehr zusammengehören. Grenzen wahrzunehmen fühlt sich dabei nicht wie ein Sieg an, eher wie ein vorsichtiges Eingeständnis: dass ich nicht alles tragen kann – und auch nicht alles tragen muss.
Stärke, die lange getragen hat – und müde geworden ist
Und trotz allem gab es diese Momente, die sich leise und unaufdringlich in meinen Alltag geschlichen haben. Augenblicke, die mich aufgefangen haben, ohne dass ich es in genau diesem Moment wirklich erkannt habe. Vielleicht waren es Gespräche, in denen Verständnis und Nähe spürbar waren, vielleicht Stille, die mir Raum zum Durchatmen schenkte, kleine Gesten, ein Lächeln, eine helfende Hand oder einfach ein Gefühl von Angekommensein zwischendurch. Keine großen Wendepunkte, kein alles verändernder Augenblick – aber genau diese kleinen Dinge haben mir Halt gegeben und mich durch das Jahr getragen. Sie haben mir gezeigt, dass es inmitten von Unruhe und Anstrengung auch Momente der Ruhe gibt, die Klarheit schafft.
Ein Schlussstrich – nicht aus Trotz, sondern aus Selbstschutz
Nach all den Turbulenzen wünsche ich mir vor allem eines: einen Schlussstrich. Nicht im Sinne von Vergessen oder Verdrängen, sondern als bewusste Entscheidung, Dinge dort zu lassen, wo sie hingehören – im vergangenen Jahr. Ich möchte abschließen, ohne alles noch einmal umzudrehen und mit weniger Ballast weitergehen. Ohne alte Lasten, ohne das ständige Nachhallen dessen, was war. Vielleicht beginnt das neue Jahr nicht mit Antworten oder großen Versprechen, sondern einfach mit dem guten Gefühl, einen Schritt weiter zu sein. Und mit der Hoffnung, dass 2026 leiser starten darf, klarer wird – und mir erlaubt, den Freiraum zu genießen, den ich mir über Jahre hinweg Stück für Stück erarbeitetet habe.
Gab es in diesem Jahr einen Moment, in dem ihr gemerkt habt, dass Durchhalten nicht alles ist?







Liebe Saskia,
ein wirklich schöner und tiefgründiger Post.
Ich habe auch in den Jahren gelernt, dass man auch nicht immer stark sein kann, manchmal muss man auch für sich selbst einfach mal sagen: Nein. Also klar sollte man nicht den Kopf in den Sand stecken, aber es gibt Momente, die sind da und die soll man dann auch „leiden“.
Mein Jahr war auch voller Auf & Ab und es gab Tage da wollte ich nichts mehr machen, gehört einfach dazu 😀
Danke ich wünsche dir auch einen entspannten Ausklang des Jahres und einen guten Rutsch.
Liebe Grüße
Liebe Yasmina,
danke dir von Herzen für deine offenen und ehrlichen Worte!
Genau das, was du schreibst, fühle ich sehr: Nicht immer stark sein zu müssen und sich selbst auch ein klares Nein zu erlauben, ist so wichtig – und trotzdem alles andere als leicht. Diese Auf-und-Ab-Tage gehören wohl einfach dazu, auch wenn sie sich manchmal ziemlich schwer anfühlen.
Ich wünsche dir, dass du die leisen Momente genauso wahrnehmen kannst wie die guten, und dass das neue Jahr dir Raum, Ruhe und viele kleine Lichtblicke schenkt.
Alles Liebe und einen sanften Übergang ins neue Jahr!
Herzliche Grüße,
Saskia Katharina
La vida no es fácil, dicen que con el pasado de los años se vuelve más fácil pero creo que es lo contrario.
Las personas son muy malas, cada vez menos comprensibles, poco amigables, poco tolerables y muy mal educadas la verdad es complicado, pero la diferencia es en como tomamos esos comentarios.
Que tengas un buen 2026!!!
Liebe Bea,
vielen Dank für deinen Kommentar und dass du deine Sicht so offen teilst. Du hast recht – manchmal fühlt sich das Leben mit den Jahren nicht unbedingt leichter an, gerade wenn man den Umgang mit Menschen und ihren Reaktionen bedenkt. Umso wichtiger ist es, die eigenen Grenzen zu kennen und zu entscheiden, wie wir auf Kommentare und Situationen reagieren.
Ich wünsche dir von Herzen ein gutes und leises 2026 voller Kraft, kleiner Freuden und Momente, die dir gut tun.
Herzliche Grüße,
Saskia Katharina
Ich habe beim Lesen gemerkt, dass man die Ursachen dieser feinen Risse gar nicht kennen muss, um ihre Wirkung zu spüren. Genau diese Zurückhaltung macht den Text für mich sehr stark. Er lässt Raum für eigenes Nachdenken und eigene Erfahrungen! Ein stiller Text, der nachhallt und nicht sofort wieder loslässt. Ich wünsche dir noch mehr Kraft im nächsten Jahr!
Liebe Grüße
Jana
Liebe Jana,
vielen Dank für deine Worte und dass du die stille Wirkung meines Textes so schön beschreibst. Es berührt mich sehr, dass er bei dir nachhallt und Raum für eigenes Nachdenken lässt – genau das hatte ich mir beim Schreiben gewünscht.
Ich hoffe, dass das neue Jahr uns beide mit Kraft und vielen kleinen Momenten beschenkt, die uns tragen und leise Freude schenken.
Herzliche Grüße,
Saskia Katharina
Liebe Saskia Katharina,
bewegende Worte hast du da gefunden. Stärke ist, dass auch Schwäche erlaubt sein darf. Das ist wie mit Licht und Schatten. Wir selber können entscheiden wie wir mit unangenehmen Erlebnissen umgehen wollen. Aber der Weg ist weit und nicht leicht. Ich versuche noch heute oft, Negatives nicht an mich so sehr ranzulassen und vor allem nicht zuzerdenken.
Ich finde es klasse, dass du die leisen Momente, die dich wieder aufgefangen haben, bemerkt hast. Für das neue Jahr wünsche ich dir nur das Beste und vor allem frische Energie und immer ein freundliches Lächeln, welches dir begegnet.
Liebe Grüße
Mo
Liebe Mo,
vielen Dank für deine lieben Worte und die schönen Vergleiche mit Licht und Schatten.
Du hast so recht – Stärke zeigt sich nicht nur im Aushalten, sondern auch darin, Schwäche zuzulassen und sich selbst dabei treu zu bleiben. Es ist ein langer Weg, und manchmal sind es tatsächlich die kleinen, leisen Momente, die uns auffangen und neue Energie schenken.
Deine Wünsche für das neue Jahr berühren mich sehr – ich hoffe ebenfalls, dass 2026 uns beiden viele dieser Momente bringt, die uns lächeln lassen und Kraft geben.
Herzliche Grüße,
Saskia Katharina
Liebe Saskia,
danke, dass du uns an deinen Gedanken teilhaben lässt. Diese Stimmung ist mir bei deinen Instagram-Posts schon aufgefallen, aber hier hat sie natürlich noch viel mehr Möglichkeit ihren Raum zu beanspruchen.
Im letzten Jahr hatte ich nicht das Gefühl, dass es mir genauso ging wie dir. Dafür war bei mir zu viel los – vor allem im positiven Sinne.
Aber ich kann mich gut an die Zeit vor 8 Jahren zurückerinnern, als mein Sohn geboren war und ich meine Werte und Grenzen neu definieren musste. Das war eine sehr anstrengende Zeit.
Von daher wünsche ich dir ganz viel Kraft für das kommende Jahr! Ich wünsche dir, dass du alles Negative in 2025 lassen und nach vorne schauen kannst.
Und ich freue mich schon, davon hier zu lesen. 🙂
Liebe Grüße, Lisa
Liebe Lisa,
vielen Dank für deinen einfühlsamen Kommentar und dass du deine Erfahrungen so offen teilst. Ich kann gut nachvollziehen, wie intensiv solche Zeiten sind, in denen man alles neu ausrichten und Grenzen für sich definieren muss – gerade wenn sich das Leben so stark verändert, wie bei der Geburt deines Sohnes.
Deine Worte tun gut und geben mir ein kleines Stück Zuversicht, dass es möglich ist, das Negative hinter sich zu lassen und nach vorne zu schauen. Ich hoffe sehr, dass 2026 für dich genauso viele schöne, leise Momente bereithält, die dich tragen und Kraft schenken.
Herzliche Grüße,
Saskia Katharina
Gerade in Zeiten, in denen von uns oft große Erfolge oder klare Antworten erwartet werden, ist es so wertvoll zu lesen, wie kleine Gesten, ehrliche Gespräche oder einfach erlebte Ruhe uns tragen können. Deine Reflexion hat mich daran erinnert, wie wichtig es ist, auf das leise in uns zu hören – nicht nur auf laute Ziele.
Danke für diesen nachdenklichen und mutigen Jahresrückblick! Ich wünsche dir ein achtsames neues Jahr voller leiser Klarheit und vor allem eines: dass du weiterhin ganz du selbst bleibst und deine Perspektive teilst. Liebe Grüße Tina
Liebe Tina,
vielen Dank für deine so wertschätzenden Worte.
Es freut mich sehr, dass die kleinen Momente und die leisen Aspekte meines Jahresrückblicks bei dir Anklang gefunden haben. Genau das macht für mich den Wert solcher Reflexionen aus – die Erinnerung daran, auch auf das leise in uns zu hören und nicht nur auf laute Erwartungen.
Ich wünsche dir ebenfalls ein achtsames und kraftvolles neues Jahr, in dem du viele solcher stillen, wertvollen Augenblicke erleben kannst.
Herzliche Grüße,
Saskia Katharina
Ich fühle das so sehr, was du geschrieben hast. Du bist eine starke Frau und für viele ein echtes Vorbild, mach einfach weiter und bleib wie du bist. Ich wünsche dir alles Gute für 2026. LG Romy
Liebe Romy,
vielen Dank für deine lieben Worte.
Es bedeutet mir sehr viel zu lesen, dass du dich in meinen Gedanken wiederfindest. Gerade dieses „Gefühltwerden“ zeigt mir, wie wichtig es ist, solche leisen Themen zu teilen.
Deine Wünsche nehme ich dankbar mit – und ich wünsche dir ebenfalls ein gutes, kraftvolles 2026 mit Momenten, die dir gut tun und dich stärken.
Herzliche Grüße,
Saskia Katharina
Wow, Saskia, dein Text hat mich wirklich berührt, vielleicht weil ich genau weiß, wie schwer es ist, immer stark sein zu müssen! Ohne große Dramen, ohne „Alles oder Nichts“ – du hast diese stille Anerkennung von Grenzen gezeigt, die oft viel mutiger ist als bloßes Durchhalten. Der Gedanke, dass Stärke erschöpfend sein kann, hat mich sehr bewegt. Danke, dass du diese kleinen Verletzlichkeiten und Momente der Ruhe mit uns geteilt hast – sie bergen so viel Wahrheit. Ich wünsche dir von Herzen ein neues Jahr mit mehr Freiraum, weniger Erklärungen und viel Raum für dich selbst.
Möge das neue Jahr uns mit Liebe, Glück und Gesundheit beschenken. Guten Rutsch!
Gruß & Kuss,
Claudia
Liebe Claudia,
wow, danke dir von Herzen für diesen berührenden Kommentar. Deine Worte haben mich wirklich bewegt.
Genau dieses leise Anerkennen von Grenzen, ohne Drama und ohne „Alles oder Nichts“, war mir so wichtig – umso mehr bedeutet es mir, dass du das so klar gespürt hast.
Dass Stärke auch erschöpfend sein darf und Verletzlichkeit dazugehören kann, ist etwas, das wir uns viel öfter erlauben sollten.
Deine Wünsche nehme ich sehr dankbar an und wünsche dir ebenfalls ein neues Jahr mit viel Liebe, Gesundheit, Leichtigkeit und Momenten, in denen du einfach sein darfst.
Guten Rutsch und alles Liebe!
Viele Grüße,
Saskia Katharina
Hallo liebe Saskia
Ich wünsche dir alles erdenklich gute und das all deine Wünsche und Träume in Erfüllung gehen.
Der letzte Part hat mich abgeholt. Genau so fühle ich auch. Ich habe Fehler gemacht aber auch viele Erkenntnisse gewonnen, dennoch möchte ich das neue Jahr als Neustart sehen.
Neues Jahr, neues Glück, neue Chancen?
Lass uns 2026 rocken ^-^
Liebe Anja,
vielen Dank für deine liebe Nachricht und die guten Wünsche! Es freut mich sehr, dass dich der letzte Teil meines Textes abgeholt hat – genau diese Mischung aus Reflexion, Erkenntnis und dem Wunsch nach einem Neustart macht für mich das Ende eines Jahres so besonders.
Ich finde es großartig, dass du 2026 als neues Kapitel siehst – auf dass wir es gemeinsam mit frischer Energie, Mut und kleinen Momenten, die uns tragen, „rocken“!
Herzliche Grüße,
Saskia Katharina
Ein sehr schöner und einfühlsamer Beitrag von dir liebe Saskia Katharina. Mehr Klarheit und Mitgefühl würde ich mir auch manchmal helfen. Gerade in Zeiten, in denen nan nicht so stark ist. Man darf auch einmal Schwäche zeigen. Das ist nur menschlich.
Für 2026 wünsche ich dir alles Gute und viel Glück. Mögen all deine Wünsche in Erfüllung gehen.
Liebe Grüße
Sabine
Liebe Sabine,
vielen Dank für deine einfühlsamen Worte. Du hast vollkommen recht – gerade in den Momenten, in denen wir uns nicht stark fühlen, dürfen Klarheit, Mitgefühl und auch Schwäche ihren Platz haben. Das Menschliche daran ist oft das, was uns wirklich weiterbringt.
Ich danke dir sehr für deine Wünsche und hoffe, dass 2026 auch für dich viele Augenblicke bereithält, in denen du dich getragen und verstanden fühlst.
Herzliche Grüße,
Saskia Katharina
Hey,
was für ein ehrlicher Rückblick in dem ich das Wort Grenzen sehr oft lese.
Genau das ist der richtige Ansatz. Sobald du merkst, dass du diese überschreiten würdest ist es wichtig den Schlussstrich zu ziehen bevor man daran erkrankt.
Menschen dürfen selbst erkennen wer sie sind und erst dann können sie sich ändern- wenn du diese Menschen aussortierst dich auf die wahren Freunde konzentrierst wird es einfacher. Leicht gesagt, ich weiß- Schritt für Schritt :). Und du hast ja schon so viel tolles reflektiert. Weiter so!
Ich wünsche dir ein frohes neues Jahr mit wundervollen Momenten.
Liebe Grüße!
Liebe Jenny,
vielen Dank für deinen lieben und reflektierten Kommentar.
Du hast so recht – Grenzen zu erkennen und den Schlussstrich zu ziehen, bevor man sich selbst verliert, ist so wichtig. Ich glaube, Schritt für Schritt ist tatsächlich der beste Weg, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und die Menschen um sich herum zu wählen, die einem gut tun.
Deine Wünsche berühren mich sehr, und ich wünsche dir ebenfalls ein frohes neues Jahr voller kleiner Momente, die dir Freude schenken und Kraft geben.
Herzliche Grüße,
Saskia Katharina