Allgemein Kolumne

Horizont-Blog und Instagram – zwei Arten zu erzählen und beides darf seinen Platz haben

Der September war in diesem Jahr irgendwie voller, als ich es erwartet hatte. Es gab viel zu tun, viele kleine und größere Dinge, die ihren Platz haben wollten – und irgendwie war ich ständig mittendrin. Erst jetzt, wo der Monat langsam zu Ende geht und wieder ein bisschen mehr Ruhe einkehrt, schaue ich auf meinen Blog und stelle fest, dass hier in den vergangenen Wochen weniger passiert ist als in den Monaten davor. Und tatsächlich überrascht mich das selbst ein bisschen, denn eigentlich hatte ich mir in den Monaten davor wieder einen schönen Rhythmus fürs Schreiben aufgebaut.

Wenn der Alltag plötzlich mehr Raum braucht

Ich habe mehr Beiträge geschrieben, neue Produkte getestet und mir ganz bewusst einen kleinen Vorrat an fertigen Texten angelegt. Das hat mir gutgetan. Ich mochte das Gefühl, nicht immer unter dem Druck zu stehen, sofort etwas Neues schreiben zu müssen, sondern auch einmal einen fertigen Beitrag in der Hinterhand zu haben. So konnte ich mich anderen Dingen widmen und wusste trotzdem, dass auf Horizont-Blog regelmäßig etwas Neues erscheint. Dieser kleine Vorrat hat mich dann auch durch die vergangenen Wochen begleitet. Nur ist er inzwischen aufgebraucht – und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich gerade wieder viel bewusster darüber nachdenke, was der Blog für mich eigentlich bedeutet und wie viel Freude mir das Schreiben nach wie vor macht.

Denn gleichzeitig hat Instagram in den vergangenen Monaten für mich immer mehr Raum bekommen. Nicht erst im September, aber gerade in den letzten Wochen habe ich dort noch einmal gemerkt, wie viel Spaß mir dieser Teil meiner Arbeit inzwischen macht. Instagram ist für mich längst nicht mehr nur der Ort, an dem ich Bilder oder Reels veröffentliche. Ich teile dort meinen Alltag, nehme euch in kleine und größere Momente mit, erzähle, was mich gerade beschäftigt, zeige Dinge, die mich begleiten und kann vieles genau in dem Moment mit euch teilen, in dem es passiert. Es ist schnell, unmittelbar und sehr nah an meinem tatsächlichen Leben – fast ein bisschen wie ein persönliches Tagebuch, nur eben eines, das mitten in meinem Alltag stattfindet.

Und genau deshalb möchte ich Instagram auch weiter vorantreiben. Ich habe Lust darauf, neue Ideen auszuprobieren, mehr Inhalte zu produzieren und zu schauen, wohin sich dieser Teil von Horizont-Blog noch entwickeln kann. Das bedeutet aber nicht, dass Instagram den Blog ersetzt oder dass mir der Blog weniger wichtig geworden ist. Ganz im Gegenteil. Je länger ich darüber nachdenke, desto deutlicher wird mir eigentlich, dass beide Bereiche etwas ganz Unterschiedliches von mir bekommen und deshalb auch beide ihren Platz brauchen. Vielleicht war es im September einfach nur so, dass Instagram gerade deutlich mehr Raum eingenommen hat als der Blog.

Zwischen dem, was sofort passiert, und dem, was bleiben darf

Instagram funktioniert für mich stark aus dem Moment heraus. Wenn ich etwas erlebe, kann ich euch direkt mitnehmen. Eine Idee kann zu einem Reel werden, eine Situation zu einer Story und ein Gedanke vielleicht noch am selben Tag zu einem Beitrag. Ich muss nicht erst überlegen, ob daraus irgendwann ein großer Blogartikel werden könnte, sondern kann etwas einfach dann teilen, wenn es gerade passiert. Genau diese Unmittelbarkeit mag ich sehr. Gleichzeitig merke ich aber auch, dass der Blog für mich schon immer eine andere Art des Erzählens war. Hier darf ein Beitrag länger werden. Hier kann ich mich einem Thema ausführlicher widmen, Dinge erklären, Erfahrungen festhalten oder auch einfach einmal eine persönliche Geschichte erzählen. Es muss nicht alles in wenigen Sekunden funktionieren und nicht jeder Satz muss darauf ausgelegt sein, dass man schnell weiterscrollen kann.

Vielleicht ist genau das auch der Grund, warum ich gerade jetzt merke, wie sehr mir das Schreiben gefehlt hat. Mich hinzusetzen und einen längeren Beitrag zu schreiben, hat etwas unglaublich Entspannendes. Hier muss nicht alles sofort fertig sein. Ich kann mich treiben lassen, einen Gedanken aufnehmen, ihn wieder verwerfen, an einer anderen Stelle weitermachen und irgendwann feststellen, dass aus all dem vielleicht doch ein Text geworden ist. Es ist eine andere Art von Zeit für mich. Nicht unbedingt produktiver oder wichtiger als das, was ich auf Instagram mache, aber ruhiger. Und gerade diese persönliche Seite meines Blogs ist in letzter Zeit viel zu kurz gekommen. Ich schreibe natürlich weiterhin über unterschiedliche Themen, über Dinge, die mich interessieren, über Produkte, Erfahrungen und meinen Alltag. Aber diese längeren, persönlicheren Beiträge, in denen ich einfach einmal ein bisschen mehr von mir selbst erzählen kann, haben zuletzt weniger Platz bekommen, als ich ihnen eigentlich geben möchte.

Wenn aus Gedanken wieder Geschichten werden

Ich glaube, genau das nehme ich aus diesem September mit: Ich muss mich gar nicht zwischen Instagram und Blog entscheiden. Beides gehört zu mir und beides darf seinen eigenen Platz haben. Instagram darf schnell, spontan und mitten aus meinem Alltag heraus sein, während ich mir hier auf dem Blog die Zeit nehmen kann, Dinge etwas länger wirken zu lassen. Mal entsteht etwas direkt aus einem Moment heraus, mal braucht eine Geschichte ein bisschen Abstand und mehr Raum. Beides fühlt sich für mich richtig an – nur eben auf unterschiedliche Weise. Und vielleicht ist es genau das, was ich mir für die nächste Zeit wünsche: nicht ständig darüber nachzudenken, wo etwas hingehört, sondern einfach den Raum zu nutzen, der gerade da ist.

Jetzt bin ich gespannt: Gibt es bei dir auch etwas, das dir wichtig ist, obwohl gerade andere Dinge mehr Aufmerksamkeit bekommen?

12 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

    1. Hallo Jenny,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar!

      Ich finde es schön, dass es bei dir mit beidem ungefähr gleich gut passt. Wahrscheinlich ist es auch einfach eine Frage der eigenen Gewohnheiten und dessen, was einem gerade Spaß macht.

      Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und liebe Grüße,
      Saskia Katharina

  1. .Tina von Tinaspinkfriday sagt:

    Guten Morgen, ich finde auch Beides hat seine Berechtigung. Der Blog ist ausführlicher und beständiger präsent als eine Story bei Instagram. Oft ist es mir zu laut und zu bunt, folgt einem Algorithmus dem man ausgesetzt ist. Ich wünsche dir viel Freude mit beiden Formaten.
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag, liebe Grüße Tina

    1. Hallo Tina,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar!

      Genau das empfinde ich inzwischen auch: Beide Formate haben ihre Berechtigung, aber eben auf ganz unterschiedliche Weise. Instagram ist toll, wenn man etwas direkt aus dem Moment heraus teilen möchte, während ein Blogbeitrag einfach länger bleibt und man später noch einmal darauf zurückkommen kann.

      Und ja, manchmal ist Instagram tatsächlich ganz schön laut und schnelllebig. Umso schöner finde ich es, dass ich für mich beides nutzen kann und nicht das Gefühl habe, mich für eines entscheiden zu müssen.

      Danke dir für deine lieben Wünsche! Ich wünsche dir ebenfalls einen schönen Tag.

      Liebe Grüße,
      Saskia Katharina

  2. Sabine Gimm sagt:

    Deine Geschichten auf Instagram habe ich natürlich verfolgt. Wobei ich sagen muss, dass gerade auf Instagram vieles untergeht. Eben wegen der Schnelllebigkeit und dem schnellen Weiterscrollen. Ich wünschte mir, dass der Algorithmus so wie früher wäre und ohne die viele Werbung, die mittlerweile im Vordergrund steht.

    Bei meinem Blog merke ich, dass die Besucherzahlen trotz KI wieder nach oben gehen. Vielleicht liegt es daran, dass die Texte eben nicht mit KI geschrieben sind und die Geschichten echt.

    Dass deine Geschichten im Blog und auf Instagram echt sind merkt man auch sofort.

    Persönlich ist mir mein Blog wichtiger.

    Liebe Grüße
    Sabine

    1. Hallo Sabine,

      vielen Dank für deinen ausführlichen und so lieben Kommentar!

      Ich kann deinen Gedanken zur Schnelllebigkeit auf Instagram sehr gut nachvollziehen. Man steckt viel Zeit und Gedanken in einen Beitrag oder eine Story und ein paar Stunden später ist vieles davon schon wieder weit nach hinten gerutscht. Gerade deshalb mag ich es am Blog so sehr, dass die Beiträge nicht einfach nach kurzer Zeit verschwinden.

      Und dass deine Besucherzahlen trotz KI wieder steigen, freut mich wirklich sehr für dich! Ich glaube auch, dass persönliche Geschichten und Texte, die wirklich von einem selbst kommen, noch einmal etwas ganz anderes sind. Genau das möchte ich mir auf dem Blog auch weiterhin bewahren.

      Danke dir auch für deine lieben Worte zu meinen Inhalten. Das bedeutet mir wirklich viel.

      Ich wünsche dir noch einen schönen Tag!

      Liebe Grüße
      Saskia Katharina

  3. Jana sagt:

    Ich finde mich in deinem Text erstaundlich doll wieder! Auch ich schreibe unheimlich gern auf Vorrat und werde leicht nervös, wenn nicht mindestens zwei Blogbeiträge bereit liegen! Aktuell sind es sogar drei! Zumindest bis morgen, dann geht der eine davon schon wieder online!

    Und Instagram lief bei mir bis Juni/Juli eigentlich nur so nebenbei! Mal hier einen Beitrag bewerben mal dort ein Gewinnspiel! Seit Sommer bin ich auch wieder viel intensiver dort unterweg und habe sogar gelernt, wie man Reels erstellt! Das wusste ich tatsächlich vorher nicht 😉

    Ich würde mich auch nicht zwischen beiden entscheiden wollen! Blog ist Blog, Instagram unterstützt Blog, zeigt aber auch noch viel mehr, was nie auf dem Blog zu sehen sein wird! So macht’s mir aktuell am meisten Freude!

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Hallo Jana,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar!

      Bei dir klingt das ja wirklich ziemlich ähnlich wie bei mir – vor allem das Schreiben auf Vorrat kenne ich nur zu gut. Ich fand dieses Gefühl immer schön, ein bisschen Puffer zu haben und nicht jedes Mal unter Druck zu stehen, direkt etwas Neues fertig bekommen zu müssen.

      Und dass Instagram bei dir inzwischen so viel mehr geworden ist, finde ich richtig spannend. Vor allem, dass du seit Sommer sogar Reels für dich entdeckt hast! Genau diese Entwicklung hatte ich in den letzten Monaten auch und plötzlich macht mir dieser Teil einfach richtig viel Spaß.

      Ich sehe es wie du: Der Blog bleibt der Blog und Instagram kann daneben ganz andere Einblicke zeigen. Eigentlich ist es doch schön, dass nicht alles überall auftauchen muss.

      Liebe Grüße und dir noch einen schönen Tag!
      Saskia Katharina

  4. Mo sagt:

    Liebe Saskia,

    dein Beitrag spricht mir total aus der Seele, auch wenn ich die Sache tatsächlich genau von der anderen Seite aufrolle! Ich liebe die Ausführlichkeit beim Schreiben so sehr, dass ich fast 90 % meiner Beiträge zuerst für meinen Weblog verfasse. Erst danach überlege ich mir, wie ich das Ganze knackig für Instagram verpacken kann.

    Spontan poste ich auf Instagram eigentlich super selten etwas – höchstens mal in der Story. Aber ich sehe es ganz genau wie du: Beide Plattformen haben ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile. Und die direkte Interaktion auf Instagram ist einfach unschlagbar, das mag ich auch total gerne. Schön, dass beides nebeneinander existieren kann.

    Liebe Grüße
    Mo

    1. Hallo Mo,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar!

      Ich finde es total spannend, dass du es genau andersherum machst und Instagram bei dir eigentlich erst danach ins Spiel kommt. Fast 90 % deiner Beiträge zuerst auf dem Blog zu schreiben, kann ich aber sehr gut nachvollziehen. Gerade beim Schreiben längerer Beiträge merkt man einfach, wie viel mehr Möglichkeiten man dort hat.

      Und bei der direkten Interaktion auf Instagram bin ich ganz bei dir. Genau das macht für mich den besonderen Reiz aus und ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich Instagram gerade so gerne intensiver nutze.

      Schön, dass wir beide Plattformen nicht gegeneinander ausspielen müssen, sondern einfach unterschiedlich nutzen können.

      Liebe Grüße und dir noch einen schönen Tag!
      Saskia Katharina

  5. Rahel sagt:

    Sehr interessante Einblicke, die hier, auch in den Kommentaren, geboten werden. Ich schreibe nie im Voraus. Ich habe durch die Produkttests ziemlich fixe Themen und muss da nur zusehen, wann welche kommen, ob es Deadlines gibt und wie es dann mit meiner Zeit zusammen passt. Dazwischen schreibe ich ab und zu auch zu anderen Themen.
    Ich möchte eigentlich jeden Samstag und Sonntag jeweils einen Bericht erstellen, aber das war im September aufgrund vieler Veranstaltungen nicht möglich. Ich wollte schon längst eine Bastelidee für Herbstdeko veröffentlicht haben, bald ist es ja fast zu spät dazu….Ich wüsste aber auch nicht, wann ich die Zeit aufbringen soll, so auf Vorrat zu schreiben, so dass ich an einem stressigen Tag nur noch auf Veröffentlichen klicken müsste.
    Instagram ist da natürlich einfacher. Allein schon, weil ich es mit der App überall dabei habe und im Zweifelsfall auch von unterwegs Content erstellen und posten kann. Daher teile ich dort auch sehr viel mehr als auf dem Blog.
    LG, Rahel

    1. Hallo Rahel,

      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar!

      Ich finde es total interessant, wie unterschiedlich sich das Bloggen bei jedem von uns organisiert. Gerade durch deine Produkttests hast du natürlich schon viele feste Themen und musst dann eher schauen, wie du alles zeitlich unterbekommst.

      Und genau das ist wahrscheinlich auch der große Vorteil von Instagram: Man hat die App sowieso dabei und kann auch spontan zwischendurch etwas teilen, ohne erst einen kompletten Beitrag fertigstellen zu müssen. Das merke ich bei mir inzwischen auch sehr.

      Dass dein September durch die vielen Veranstaltungen etwas anders gelaufen ist, kann ich übrigens gut nachvollziehen. Und die Herbstdeko würde ich trotzdem noch veröffentlichen – für Herbst ist es doch noch nicht zu spät.

      Ich wünsche dir weiterhin viel Freude beim Bloggen und natürlich auch beim spontanen Instagram-Content!

      Liebe Grüße,
      Saskia Katharina

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